Entspricht im Rother-Führer Etappe 27
Heute schlafen wir aus, Frühstück haben wir auf 8 Uhr vereinbart, denn es steht eine ‚verhältnismässig flache‘ Etappe an (Bätzing) mit ’nur‘ 800 Höhenmetern. Ein Blick aus unserem Viererschlag zeigt gepuderte Gipfel und verhangenes Wetter.
Es gibt eigentlich keinen Grund, San Lorenzo zu verlassen. Das Frühstücksbüffet lässt keine Wünsche offen und so war auch das Abendessen. Die Signora hat eine Piemonter Spezialität nach der anderen aufgetischt, einmal mehr werden wir kulinarisch auf höchstem Niveau überrascht.


Dennoch marschieren wir um 9 Uhr in Regenvollmontur los, und der ‚flache‘ Weg entpuppt sich als ziemlich direkte Linie himmelwärts. Feuchte Blätter bedecken die nassen Steine, ein richtiges Ausrutschparadies. Und so rumpelt es auch regelmässig hinter Sonja, doch glücklicherweise muss sie den Originaltext des bekannten Kinderliedes nie anpassen auf: Ein Männlein liegt im Walde ganz still und stumm‘.


Die Wallfahrtskapelle Sant’Anna gewährt uns Schutz vor dem Regen, denn inzwischen sind wir doch zünftig durchnässt. Unser zweitletzter Landjäger gibt uns neue Energie um die gewonnenen Höhenmeter wieder in entgegengesetzter Richtung zu vernichten. Alles freiwillig.

Zurück im Tal gönnen wir uns Cappucino in einer sympathischen Bar, auch unsere Alimentari können wir wieder mit Frischfutter aufwerten. Wir sind uns nicht bewusst, dass der Weg nach Noasca nochmals etwa 2 1/2 Gehstunden in Anspruch nehmen wird. Immerhin hat der Regen aufgegeben.

Wir erreichen Noasca ziemlich müde und freuen uns, wieder mal in einem Doppelzimmer zu übernachten. Den letzten Abschnitt gehen wir entlang eines Vitaparcours, bereits mehrmals sind uns nun diese aufgefallen. Neu für uns ist, dass auch Kühe gerne turnen!


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