Nach dem aktiven ersten Teil unserer Reise starten wir nun den gemütlichen Teil mit Safari im Ngorongoro- und Tarangire-Nationalpark. Gemütlich sitzend aber mit afrikanischer Massage werden wir über holprige Strassen in 7 Stunden von Marangu zum Ngorongoro Krater chauffiert.
Wir verlassen den Stamm des Chagga-Volkes, welches den Fuss des Kilimanjaro besiedelt und ihre Ernte entlang der Hauptstrasse zum Verkauf anbieten. Ein buntes und reges Treiben auf beiden Seiten der Strasse.
Nach und nach wird es karger und das Volk der grossgewachsenen Massai nimmt Überhand. Überall ziehen Schaf-, Ziegen und Rinderherden über die Steppen.
In Tansania gibt es 127 Stämme und jeder davon spricht seine eigene Sprache. In der Grundschule wird Suaheli zur gemeinsamen Verständigung vermittelt, Englisch erlernen meist nur wohlhabendendere Familien, die sich eine Privatschule leisten können.



Erschöpfter als nach einem Kili- Wandertag erreichen wir unsere Zeltlodge am Kraterrand. Das langrüsslige Empfangskomitee bei der Lodge ist nicht zu toppen und katapultiert uns in eine komplett andere Welt.

Unsere Zeltlodge Kuhana liegt wunderschön eingebettet unter Schirmakazien. Die Geräuschkulisse und der Sonnenuntergang verzaubern all unsere Sinne.



Am nächsten Morgen besteigen wir unsere drei Jeeps, endlich gehts los auf Safari. Wir fahren vom Kraterrand in die riesige Caldera mit einem Durchmesser von ca. 20 km. Uns erwartet eine überwältigende Tierwelt, die an Vielfalt und Anzahl kaum zu überbieten ist.

















Nach unserem Lunch am Nilpferdloch müssen wir dieses Paradies leider bereits wieder verlassen.
Nach dreistündiger Fahrt erreichen wir den Tarangire Park, wo wir uns für zwei Nächte in der Tarangire Lodge einnisten. Was für ein Traumplatz mit direktem Blick hinunter auf die Savanne und das mäandernde Flussbett. Das Camp ist nicht eingezäunt und somit teilen wir auch hier unser Nest mit all den wilden oder besser gesagt neugierigen Tieren.


Am folgenden Morgen besteigen wir wieder unsere Fahrzeuge und gehen auf Pirsch. In den ersten 2 Stunden ist Geduld gefragt, wir sichten kaum Tiere. Aufgrund des vielen Regens der letzten Tage fliehen viele Tiere in die nördliche Serengeti oder ausserhalb des Parks. Das hohe Gras ist für viele Vierbeiner bedrohlich, da sich Löwen oder Leoparde unbeobachtet anschleichen können.
Doch dann tauchen sie plötzlich wieder auf.














Und auch dieser Abschnitt geht leider bereits wieder zu Ende. Wir sind beeindruckt von der Vielfalt Tansanias Tierwelt. Erstaunlich, wie ein armes Land mit über 60 Mio Einwohnern ca. 30% seiner Fläche als Nationalparks schützt und somit weit mehr zur Erhaltung der Biodiversität beiträgt, als wir in den reichen Ländern.
Hoffen wir dass es so bleibt und die Natur noch lange beweisen kann, dass sie sich auch oder sogar besser ohne den Eingriff des Menschen im Gleichgewicht hält.
Wir sind zu tiefst beeindruckt, Hakuna matata.
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2 Kommentare
Pia Hollenstein · März 2, 2026 um 14:53
Danke für die eindrücklichen Bilder (super Aufnahmen) und den Text, der Fernweh auslöst. Herzlich, Pia
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Reini · März 2, 2026 um 10:54
Auch ich bin sehr beeindruckt. Ich durfte so ähnliches in jungen Jahren ebenfalls erleben.