Entspricht im Rother-Führer teilweise der Etappe 56 und 57

Wir starten in unseren letzten GTA-Block mit klarem Ziel: Ventimiglia und das Meer!

Als alte Hasen kennen wir das Anreiseprozedere über Milano – Torino und Cuneo. Der Apéro im Zug hat seinen festen Bestandteil und verkürzt die Reisezeit auf angenehme Weise. Europa reitet gerade auf einer Hitzewelle und wir tropfen uns von Zug zu Zug.

Der traditionelle Apéro im Zug verkürzt die hitzige Anreise

Die Ankunft in Entracque ist vertraut und die Luft erfreulich erfrischend. Die Berge sind in diesen Hitzetagen eine wohltuende Oase.

Vertraute Ankunft in Entracque

Auch dieses Jahr wandern wir im Quartett, Helen begleitet uns als GTA-Neuling auf den letzten 9 Etappen. Die Vierergruppe hat sich bewährt, so gibt‘s auch mal einen Jass oder ein Dog, falls wir noch nicht total auf dem Hund sind beim Posto Tappa.

Heftige Gewitter haben in der Nacht die Hitze und unsere Alltagsgedanken runter gewaschen, beim Loslaufen am nächsten Tag ist der Himmel noch stahlblau und die Luft angenehm frisch.

Vorfreudig steigen wir in die Einstiegsetappe  welche uns zuerst sanft dem fidelen Bachgeplätscher entlang führt bis nach Trinità, einem kleinen Weiler. 

Wahrscheinlich gibts heute keine Trota zum Cena
Aber andere Schönheiten begrüssen uns am Wegrand

Schnell wird es tüppig und Wolkentürme wachsen in den Himmel. Doch wir steigen tapfer auf dem schnörkellosen Weg die 1400 Höhenmeter aufwärts, ein erstes Fitnessbarometer für die nächsten Tage, allerdings unter erschwerten Bedingungen, wir fühlen uns wie in ein Dampfbad mit Waldaroma versetzt. 

Zuerst der Aufstieg und dann das Vergnügen

Lange können wir im Schutze der Bäume marschieren und mit dem Vogelgezwitscher im Nacken läuft es sich recht fidel.

Im Schutz der Bäume läuft es sich recht fidel

Doch noch vor dem zahlenmässigen Höhepunkt des Tages, beginnt es am Horizont zu knattern und rumpeln. Immerhin noch in der Ferne, trotzdem verzichten wir auf lange Pausen und ziehen recht zielgerichtet über die Wiesenflanken in Richtung höchstem Punkt.

Am Horizont knattert und rumpelt es schon früh

Die Ausblicke sind eindrücklich und es scheint, als würde sich der Himmel bereits wieder lichten.

Eindrückliche Ausblicke

Doch der Schein trügt, eine nächste Front nähert sich uns aus dem Hinterhalt und ist ganz plötzlich sehr dominant.

Von Front zu Front

Doch wir haben Glück, denn wir sind bereits wieder weit unten in Palanfrè im Rifugio l‘Arbergh am Schärmen als der Niederschalg in voller Wucht auf die Landschaft prallt. 

Je später der Abend umso mehr Leuchtmomente entstehen, auch ganz ohne Blitze. Zuerst werden wir mit einem richtig tollen typischen Piemonteser Znacht verwöhnt und beim Verdauungsspaziergang durchs hübsche Dorf leuchten uns die bei uns selten gewordenen Glühwürmchen den Weg. Wenn das kein gutes Omen ist!

Das ist erst der Anfang…
…Verwöhnprogramm als Tageskrönung

Fazit des Tages: Gewitter ist auch nur Wetter, halt etwas erregt (Manfred Hinrich)

Entracque – Palanfrè

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1 Kommentar

Maike W. · Juli 2, 2025 um 22:58

Hallo,
ich hab bereits im letzten Jahr eure Etappen verfolgt. bin selber ja schon alle Etappen (meist auch nach dem Rother Wanderführer) bis Quincinetto gelaufen. Dann kam ja Corona und dank Johnson Impfung konnte ich wenigstens starten. Da eine meiner Töchter/Enkelkind in der Nähe von Alassio wohnt, hab ich den Besuch dann genutzt und den letzten Block von Limone bis Venrimiglia vorgezogen. Warcder Hammer. Jetzt freu ich mich schon auf eure immer so herrlichen Berichte.
Zur Zeit bin ich auf Korsika/Ostküste, begnüge mich hier mit langen Strandwanderungen. Aber da ich bis September „frei“ hab, schaff ich vielleicht doch ein paar weitere Etappen.
Ich wünsche euch ganz viel Spaß, genießt Essen, Landschaft und die freundlichen Menschen, die mir überall begegnet sind. Und ruhig immer früh starten.😉- ich hatte auch das Vergnügen mit Wolkenbrüchen und Gewittern, meist schon am frühen Nachmittag.
Liebe Grüße von Maije aus Hamburg

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